Über mich

Die Liebe zur Kunst verspüre ich schon seit frühester Kindheit, sie führte mich zuletzt auch ins Studium der Kunstgeschichte in München. Nach der wissenschaftlichen Auseinandersetzung zog es mich aber wieder hin zum eigenen Gestalten - ich entschied mich für mehr Kreativität in meinem Leben.
Fasziniert vom alchemistischen Vorgang experimentiere ich mit Kunstharz und Fluidpainting. Ich verzichte überwiegend auf konventionelle Malinstrumente und schütte stattdessen Farbe auf Flächen, wo ich sie weitestgehend dem Zufall überlasse. Das Loslassen von Kontrolle und die Orientierung vom Rationalen hin zum Intuitiven durchdringt meine abstrakten und lebendigen Bilder.

Ich arbeite und lebe in München/Olching.

Über die Technik

Es handelt sich hierbei um eine Methode, die viel Offenheit und Direktheit im Farbauftrag ermöglicht, aber auch das Loslassen absoluter Kontrolle und von der Vorstellung konkreter Ergebnisse erfordert. Es entsteht eine Spannung zwischen Improvisation und Kalkulation, die lebendige Abstraktionen herborbringen kann. Der persönliche Anteil in Form einer künstlerischen Handschrift steht bei den hier gezeigten Arbeiten eher im Hintergrund. Durch den Einfluss von außen (z.B. pysikalsiche wie chemische) und das dynamische Trocknen (das Material arbeitet über den Malprozess hinaus weiter) wachsen und erzeugen sich frei fließende Farben, Strukturen und Flächen oft ganz von selbst. Es ist eine lebendige Kunst der Möglichkeiten, unverstellt von Realismus oder Illusionismus. 

Warum diese Technik?

Es ist eine experimentelle Kunstform voller spontaner und intuitiver Entscheidungen, die starke Präsenz erfordert. Die Vorgänge sind unumkehrbar und nur begrenzt manipulierbar. Es ist ein prozessorientiertes Arbeiten, bei dem das Endprodukt noch nicht klar definiert werden kann. Außerdem müssen neben der Kontrolle ein starker Persönlichkeitsbezug und eine Identifizierung mit dem Kunstwerk abgelegt werden. Es geht also weniger um ein perfektes Ergebnis, sondern mehr um Abstraktion als Praxis (und nicht als Lehre). Eine innere Geisteshaltung wird über diesen Prozess kultiviert und die Technik erhält so ihren Selbstzweck, der für die Außenwelt eher unsichtbar bleibt. Meine Bilder haben somit eine rein ästhetische Außenwirkung und ich persönlich lehne eine Bildinterpretation ab, die den Betrachter beeinflussen oder intellektuell überzeugen soll. Das Betrachten soll auch mehr spielerisches Erleben sein (wie bei mir das Malen mit dem Kunstharz), darf individuell und mehrdeutig begriffen werden.