TITEL Inner Weather

MATERIAL Epoxidharz, Alcohol Ink auf

Holzleinwand

FORMAT 40 × 50 cm

JAHR 2025

PREIS 720 €

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Inner Weather nimmt innerhalb der Serie eine Sonderstellung ein, weil es weit flächiger, leichter und atmosphärischer wirkt als die anderen Arbeiten. Zarte Rot-, Apricot- und Orangeklänge überziehen die gesamte Bildfläche in einem dichten Geflecht aus kleinsten Zellen, Wolken, Inseln und Übergängen. Während andere Werke mit starken Kontrasten und dramatischen Formsetzungen operieren, entfaltet dieses Bild seine Wirkung über Nuancen, Durchlässigkeit und eine fast schwebende Textur. Besonders prägend ist dabei der silbrig-leuchtende Hintergrund aus einer speziellen Chromfarbe, die das Licht auf besondere Weise aufnimmt und teilweise sogar Spiegelungen zulässt. Dadurch gewinnt die Arbeit nicht nur eine eigentümliche Tiefe und Präsenz, sondern eröffnet auch eine zusätzliche Ebene der inneren Selbstbetrachtung und Reflexion. Das Bild zeigt Veränderung hier als stilleren, inneren Prozess.

Gerade diese Zurückgenommenheit macht die Arbeit emotional interessant. Sie wirkt verletzlicher, kontemplativer und zugleich sehr offen. Die vielen kleinen Formaggregate lassen an Spuren, Erinnerungen, Ablagerungen oder zarte Neubildungen denken. Nichts erscheint hier endgültig fixiert; alles bleibt in einem Zustand des Übergangs. Die reflektierende Chromfläche verstärkt diesen Eindruck noch, weil sie den Betrachter nicht nur vor das Bild stellt, sondern ihn auf subtile Weise auch in das Bildgeschehen mit einbezieht. So entsteht ein stiller Resonanzraum, in dem äußere Wahrnehmung und innere Selbstwahrnehmung ineinander übergehen. Dadurch passt das Werk sehr gut zu dem Gedanken, dass Veränderung nicht nur aus Mut und Aufbruch besteht, sondern auch aus Unsicherheit, Sensibilität und dem langsamen Entstehen neuer innerer Ordnungen.

Technisch zeigt Inner Weather die Feinheit deiner experimentellen Arbeitsweise besonders klar. Die Materialreaktionen sind kleinteilig und differenziert, die Oberfläche wirkt fast wie ein Gewebe aus zarten Auflösungen und Verdichtungen. Zugleich bringt die Chromfarbe eine besondere Materialqualität ins Werk: Sie verleiht dem Bild einen silbrigen, lichtaktiven Grund, der je nach Blickwinkel changiert und die fragile, atmosphärische Wirkung zusätzlich verstärkt. Das Bild besitzt weniger tektonische Spannung als die anderen Werke, aber eine starke atmosphärische Präsenz. In der Logik von The Shape of Change könnte man sagen: Dieses Werk steht für die leise Form des Wandels — für Transformation als feine Verschiebung, als innere Reifung, als kaum sichtbare, aber tiefgreifende Veränderung.