TITEL Networked Forms
MATERIAL Mixed Media auf Steinpapier
FORMAT 60 × 80 cm
JAHR 2024
PREIS 700 €
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Networked Forms wirkt innerhalb der Serie am flächigsten, durchwobensten und vielleicht auch am offensten in seiner Lesbarkeit. Dunkle und leuchtend rote Zonen verzahnen sich über die gesamte Bildfläche hinweg zu einem komplexen Geflecht aus Inseln, Adern, Ausfransungen und Übergängen. Anders als im dritten Werk gibt es hier keine dominant aufragende Bewegung; stattdessen verteilt sich die Energie in viele Richtungen zugleich. Das Bild erscheint wie ein vibrierendes Netzwerk, in dem sich Formen ständig gegeneinander abgrenzen und wieder ineinander übergehen.
Die Struktur erinnert an kartografische Systeme, an Luftaufnahmen, an Strömungsmuster oder an ein sich permanent umbildendes Gewebe. Helle rosa-rote Partien weichen das Dunkle stellenweise auf, während orangefarbene Akzente Wärme, Leuchten und visuelle Impulse setzen. So entsteht ein Zustand permanenter Verhandlung: Nichts scheint abgeschlossen, jede Form bleibt im Übergang, jeder Rand potenziell offen. Das Werk lädt daher besonders stark dazu ein, Blickwege zu verfolgen, Verbindungen zu entdecken und sich in seinen Mikrostrukturen zu verlieren.
Im Rahmen von Morphologies of Process lässt sich dieses Bild als Morphologie der Durchdringung verstehen. Es zeigt Prozess als ein Geflecht aus Überlagerung, Auflösung, Kontakt und fortwährender Umformung. Wo die anderen Werke eher Cluster, Verdichtungen oder Eruptionen zeigen, formuliert dieses Bild die Idee eines allseitigen, rhizomartigen Werdens — eines Prozesses ohne klares Zentrum, aber mit hoher innerer Energie.