TITEL A Passage of Light
MATERIAL Epoxidharz, Glasmalfarbe, Lack auf Holzleinwand
FORMAT 60 × 80 cm
JAHR 2025
PREIS 1.100 €
Ich freue mich über Dein Interesse an meinen Arbeiten. Wenn Du mehr über ein Werk erfahren möchtest oder Dich für ein Original interessierst, nimm gerne Kontakt mit mir auf!
Licht, Kontrast und Struktur
Dieses Werk ist geprägt von einem intensiven Spannungsverhältnis zwischen tiefem Blau, Anthrazit, warmen Kupfer und einem hellen Weiß, das die Komposition wie eine leuchtende Schneise durchzieht. Die helle Zone teilt das Bild, öffnet es und durchbricht zugleich die dichten, organischen Strukturen, die sich auf beiden Seiten ausbreiten. Kleinteilige und großförmige Formationen überlagern sich, wachsen ineinander und bilden ein vielschichtiges Gefüge aus Bewegung und Halt. So entsteht ein Bildraum, in dem Kontrast nicht nur farblich, sondern auch räumlich und emotional erfahrbar wird.
Kühle Energie und bildnerische Dynamik
Die besondere Wirkung des Werkes liegt in der Verbindung von Kühle und Intensität. Das kräftige Blau bringt Tiefe, Ruhe und Konzentration ins Bild, während das helle Weiß wie ein inneres Leuchten erscheint, das sich durch die dunklere Farbigkeit hindurchsetzt. Alles scheint zu fließen, zu wachsen und sich spontan zu entfalten, und wird doch von den organischen Strukturen gehalten und zusammengeführt. Gerade diese Balance zwischen Bewegung und Form, Intuition und Verdichtung, Experiment und innerer Ordnung verleiht dem Werk seine eigenständige Ästhetik. Die helle Schneise wirkt dabei wie eine Öffnung für den Blick: Sie trennt und verbindet zugleich, schafft Orientierung und lädt dazu ein, tiefer in das Bild einzudringen.
Prozesse als Durchbruch und Verwandlung
Im Kontext meines Werkthemas Prozesse zeigt dieses Bild ein Geschehen des Durchbrechens, Überlagerns und Werdens. Es geht um spontane Bewegungen, intuitive Entscheidungen und das Vertrauen in einen offenen künstlerischen Prozess, der sich Schicht für Schicht aufbaut. Die helle Mitte kann dabei als Metapher für einen inneren oder äußeren Durchbruch gelesen werden, als Lichtspur, Schwelle oder Moment der Klärung innerhalb einer komplexen, dichten Struktur. Das Werk macht sichtbar, dass Bewegung nicht im Gegensatz zu Halt stehen muss, sondern gerade aus einem tragenden Gefüge heraus entstehen kann. So verbindet das Bild Kühle und Energie, Offenheit und Verdichtung, Spontaneität und Form zu einer vielschichtigen Erfahrung.